13. Begleitende Unterstützung

Die Diagnose Krebs ist für viele ein solcher Schock, eine so grundsätzliche Infragestellung des bisherigen Lebensgefühls und der bisherigen Lebensführung, dass dies neben den körperlichen Leiden und Beschwerden eine zusätzliche psychische Belastung bedeutet und massive Probleme verschiedenster Art aufwirft.

Die Ärzte bieten Unterstützung im Rahmen ihrer Möglichkeiten, die aber begrenzt ist. Hier können die Sozialdienste der Krankenhäuser zu Rate gezogen werden. Doch auch das reicht nicht immer, um den Betroffenen den nötigen Halt zu geben.

Um weitere Hilfe und Unterstützung zu bekommen, gibt es verschiedene Möglichkeiten:

Selbsthilfegruppe

In vielen Städten haben sich aus privater Initiative Selbsthilfegruppen gebildet. Sie bestimmen die Thematik, ihre Organisationsstruktur und alles weitere selbst und treffen sich regelmäßig. In Selbsthilfegruppen finden sich Menschen zusammen, die versuchen ein gemeinsames Problem in den Griff zu kriegen. Dabei reicht das Spektrum von der Lösung praktischer Probleme des Alltags bis hin zur Besprechung von grundsätzlichen Lebensfragen.

Selbsthilfegruppen sollen die Möglichkeit bieten, über seelische Nöte und persönliche Schwierigkeiten zu reden. Gegen die Angst, die die Krankheit mit sich bringt, hilft das Gespräch mit anderen Menschen. Am einfachsten ist dies mit anderen Betroffenen, die den Schmerz und das Leid kennen, und ohne Scheu darüber reden können. Die Möglichkeit, Ängste und persönliche Fragen zu äußern, ohne befürchten zu müssen, andere damit zu belasten, wird meist als sehr positiv und entlastend erlebt. Darüber hinaus haben solche Gruppen die Funktion, Neuerkrankte aufzunehmen, zu beraten und zu unterstützen.

Psychologische Unterstützung

Nach wie vor gehen die Meinungen darüber auseinander, welche Rolle die Psyche bei der Entstehung von Krebs hat. Nun geht aber gerade diese Zuversicht angesichts des tödlichen Schreckens, den die Krankheit auslöst, oft erst einmal verloren.

Für die meisten Menschen ist es selbstverständlich mit einem kranken Körper zum Arzt zu gehen. Natürlich geht es denjenigen Patienten während und nach der Therapie besser, die voller Lebensmut und Zuversicht sind. Warum sollte man einer überlasteten Seele nicht auch professionelle Hilfe gönnen? Generell hat man die Möglichkeit nach einer geeigneten Psychotherapeutin, einem geeigneten Psychotherapeuten zu suchen. Adressen bekommt man bei den behandelenden Ärzten, aus dem Telefonbuch oder dem Internet. Die Kosten der Therapie werden von den Kassen übernommen.

Selbstverständlich hat man auch beim Psychotherapeuten das Recht den Arzt zu wechseln, wenn sich zwischen Arzt und Patient kein Vertrauensverhältnis aufbaut.


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