12. Ernährung

Gesunde Ernährung hat eine wichtige Bedeutung für das Immunsystem.

Nach dem heutigen Stand der Wissenschaft wird bestimmten Genussmitteln (Tabak, Alkohol) und Ernährungsgewohnheiten (Überernährung, hoher Fett- und Zuckerverbrauch, Verzehr von geräucherten oder gepökelten Produkten, Mangel an Ballaststoffen und Vitaminen) eine Krebs fördernde Wirkung zugeschrieben.

Ziel der Ernährung sollte deshalb sein sich abwechslungsreich, ausgewogen und vollwertig zu ernähren, um eine Störung des Immunsystems zu vermeiden.

Strahlen- und/oder Chemotherapie können Gewichtsverlust, aber auch Gewichtszunahme und/oder Geschmacksstörungen bewirken. Bei Gewichtsabnahme reguliert sich das Gewicht in der Regel  von selbst. Da der Stoffwechsel durch die Therapien stark belastet ist, darf dies nicht durch fettreiches und übermäßiges Essen forciert werden.

Während und nach der Therapie kann das Geschmacksempfinden stark beeinträchtigt sein: Die gewohnte Speise schmeckt anders als zuvor.  Wenn noch dazu durch die Behandlung die Speichelbildung gestört ist, kann man den Eindruck bekommen, auf Pappe herumzukauen. Diesem Übel ist mit viel Trinken etwas abzuhelfen (Pfefferminztee fördert den Speichelfluss). Außerdem ist es wegen des ohnehin stark belasteten Stoffwechsels empfehlenswert, die Nahrungs- und Flüssigkeitszufuhr auf 6 bis 8 Portionen pro Tag zu verteilen. ES wird empfohlen mindestens 2,5 bis 4 l Flüssigkeit pro Tag zu sich zu nehmen, damit die Giftstoffe besser und schneller aus dem Körper herausgeschwemmt werden. Die Nahrung sollte leicht verdaulich und auch auf individuelle Unverträglichkeiten abgestimmt sein.

Die Krebs bekämpfende Wirkung verschiedener besonderer Vitamine (A, ß-Carotin, C und E) Spurenelementen (Selen und Jod), Pflanzen (rote Beete) und Tierprodukte (Yoghurt von Milchschafen) etc. ist strittig. Generell ist aber eine Einnahme von Vitaminen über die empfohlene Tagesdosierung hinaus während der Behandlung nicht empfehlenswert, da sonst die Wirkung der Chemotherapie beeinflusst werden kann.

Wichtig ist in jedem Fall, dass die Patienten aktiv an ihrer Heilung mitarbeiten, dass sie ihren Körper und Geist nicht nur über die Ernährung stärken, sondern ihn auch durch Bewegung und Entspannung (Stressabbau) unterstützen und beleben.

Das Wichtigste ist, dass die Patienten sich bewusst ernähren und dafür sorgen, dass das Essen ihnen Freude macht. Im übrigen gibt es in jedem Krankenhaus einen Ernährungsberater, der in Anspruch genommen werden kann.


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