8. Nach der Therapie

Die Lebenssituation nach Beendigung der Therapie ist entsprechend der Persönlichkeit und der Lebensumstände des Einzelnen individuell sehr unterschiedlich. Allgemeingültige Aussagen zu treffen, erscheint deshalb nicht sinnvoll. Statt dessen wollen wir, die Kölner Selbsthilfegruppe Morbus Hodgkin, unsere Gedanken zu diesem Thema in unkommentierten Zitaten wiedergeben.

"bei allen Erkrankten hat sich was verändert"

"ich bin vorsichtiger geworden"

"ich bin verunsichert nach der permanenten Betreuung" (durch Pflegepersonal und Ärzte)

"ist wie Loslösung aus der Familie - manchmal fühle ich mich allein gelassen"

"wir wollen intensiver leben"

"kommerzielle Dinge sind nicht mehr so wichtig"

"dass es irgendwann mal wieder kommen kann, ist immer in meinem Kopf - damit muss man leben lernen"

"permanente Anspannung, die sich steigert bis zur Nachsorge -fühle mich todkrank vor der Nachsorge- danach unendlich erleichtert"

"ich bin froh immer wieder zur Nachsorge zu gehen, gibt mir Sicherheit"

"will mein Leben leben, weniger Rücksicht auf andere nehmen"

"bei mir vergeht kein Tag, ohne dass ich Angst vor einem Rezidiv habe"

"Todesanzeigen in der Zeitung haben mich plötzlich stark mitgenommen"

"kann die kleinbürgerlichen Probleme noch weniger nachvollziehen"

"mein Beispiel, anders zu leben, zeigt auch Auswirkungen auf meine Freunde"

"in der Familie hat sich viel verändert- meine Eltern, besonders meine Mutter, haben stark mitgelitten. Häufig musste ich Eltern und Freunde trösten"

"ich denke anders über Gegebenheiten nach- warum haben meine Eltern nur ein Kind?"

"konnte mich nicht mehr im Spiegel sehen"

"oft kamen Fragen wegen meiner Narben"

"Bestärkung von außen war wichtig- du siehst blendend aus"


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