16. Wörterbuch

Allogen
aus dem gr. allos= anders, verschieden, hier allogene Knochenmarktransplantation - Knochenmarkfremdspende
Autolog
(Autogen) aus dem gr. autos= selbst aus dem Körper entstanden, nicht von außen eingebracht, hier autologe Knochenmarktransplantation - Eigenknochenmarkspende
Biopsie
Diagnostische Gewebeentnahme zur mikroskopischen Untersuchung
BSG, Blutsenkungsgeschwindigkeit
Geschwindigkeit mit der sich feste Blutbestandteile (rote und weiße Blutkörperchen), von nicht festen (Serum) trennen. Unspezifisches Maß für Entzündungsvorgänge im Körper.

Normalwerte:
männlich: 1.Std. 3-8mm/h, 2.Std. 5-18mm/h
weiblich: 1.Std. 6-11, 2. Std. 6-20 mm/h

Clinical staging
umfasst alle diagnostischen Maßnahmen ohne operativen Eingriff (z.B. Laparotomie)
Computertomographie
Röntgenuntersuchung in einem großen röhrenförmigen Gerät, mit der die Organe des Körpers in Querschnittaufnahmen sichtbar gemacht werden können.
COPP-ABVD
BEA- COPP
Standard - Kombinationschemotherapie zur Behandlung des Morbus Hodgkin. Buchstaben stehen für Einzelmedikamente
  • COPP -ABVD:
    Cyclophosphamid (Intravenös -i.v.)
    Vincristin Oncovin (i.v.)
    Procabazin (per os/per oral -p.o. in Tablettenform)
    Prednison (p.o.)

    Adriamycin (i.v.)
    Bleomycin (i.v.)
    Vinblastin (i.v.)
    DTIC (Dacarbazin) (i.v.)
  • BEA -COPP:
    Bleomycin (i.v.)
    Etoposid (i.v.)
    Adriamycin (i.v.)

    Cyclophosphamid (i.v.)
    Vincristin Oncovin (i.v.)
    Procarbazin (p.o.)
    Prednison (p.o.)


Gy = Gray
Einheit für Strahlenenergiedosis (benannt nach Louis Gray, Physiker in Condou)1 Gy = 100 rad (engl. radiation absorbed dose)
Hämatologie
Lehre und Wissenschaft vom Blut
Hämoglobin (Hb)
Der Bestandteil der roten Blutkörperchen, der Sauerstoff transportiert
Histologie
Lehre vom Aufbau und funktionellen Zusammenhang körpereigener Gewebe (Organe)
Homöopathie
Von Samuel Hahnemann (1755 - 1843) begründetes Therapieprinzip, bei dem meist in niedrigster Dosierung, pflanzliche und mineralische Substanzen eingesetzt werden, die in hoher Dosierung bei einem gesunden Menschen der zu behandelnden Krankheit ähnliche Symptome hervorruft.
Immunsystem
Das körpereigene Abwehrsystem gegen Krankheiten, welches aus bestimmten weißen Blutkörperchen und Antikörpern besteht
Infektion
Das Eindringen und Vermehren von krankheitserregenden Mikroorganismen im Körper
intravenös
(i.v.) die Injektion eines Medikaments in die Vene
Kernspintomogramm
(NMR) Eine strahlenfreie sehr genaue Untersuchungsmethode, bei der körpereigene Stoffe durch starke Magnetfelder angeregt werden und diese Bewegungen über Computer gemessen und sichtbar gemacht werden können
Knochenmark
In jedem Knochen gelegene Produktionsstätte für im Blut zirkulierende Blutzellen. Man unterscheidet die Blutzellen in:
  • Rote Blutkörperchen (Erytrozyten):
    Sauerstofftransport.
    Normwerte im Blutbild 4-5 Mio pro Mikroliter Blut
  • Weiße Blutkörperchen (Leukozyten):
    Abwehrzellen
    Normwerte im Blutbild 4.000 bis 9.000 pro Mikroliter Blut
    Eine Untergruppe der Leukozyten sind die Lymphozyten.
  • Blutplättchen (Thrombozyten):
    Blutstillung / Gerinnung
    Normwerte 150.000- 300.000 pro Mikroliter Blut


Knochenmarkpunktion
Entnahme von Knochenmarksgewebe zur Untersuchung der Zellen (aus dem Beckenkamm oder Brustbein)
Knochenmarksdepression
Durch Chemotherapie bedingte Schädigung des Knochenmarks, die fast immer reversibel (heilbar) ist. Abhängig von der Art der Therapie ist die Dauer der Knochenmarksdepression, die mit einer erhöhten Infektions- und Blutungsgefahr einhergeht.
Krebs
Allgemeiner Ausdruck für mehr als hundert verschiedene Krankheiten, die durch unkontrolliertes und unnormales Wachstum von Zellen entstehen.
Laparotomie
Operative Eröffnung der Bauchhöhle zur Entnahme von Gewebsproben zur Diagnostik (pathologisches Staging)
Lymphe (Lymphflüssigkeit)
Eine fast farblose Flüssigkeit, die sich in den lymphatischen Gefäßen des Körpers befindet, eine Art Drainagesystem des Körpers.
Lymphknoten
In die Strombahn der Lymphgefäße eingeschaltete, linsen bis bohnengroße Organe des "Lymphatischen Systems" (Bestandteil des Immunsystems). Sie dienen der Filterung der Lymphe von Zellfragmenten und Zellgiften während ihrer Passage von der Peripherie zum Herzen.
Die Lymphknoten sind bedeutsam für die Ausbildung und Produktion von Lymphozyten (Abwehrzellen).
Lymphom
Ein Tumor des lymphatischen Systems
maligne
bösartig
Malignom
Bösartiges Wachstum, Tumor
Mediastinum
Raum, der durch Lungenflügel, Brustbein, Wirbelsäule und Zwerchfell begrenzt wird. Hier befinden sich Aortenbogen (Anfang der Hauptschlagader), die großen venösen Gefäße, Speise- und Luftröhre, sowie die dazugehörigen Lymphknoten
Menopause
Zeitpunkt der letzten Menstruation, dem keine monatlichen Blutungen der Frau mehr folgen, meist zwischen 40. und 50. Lebensjahr.
Metastase
Tochtergeschwulst, Ansiedlung von (bösartigen) Zellen an anderen Körperteilen als der Primärtumor.
metastasieren
Das Ansiedeln von Teilen erkrankten Gewebes fern vom ursprünglichen Entstehungsort.
MTA
Medizinisch Technische Assistentin
Onkologe
Facharzt für Geschwulstkrankheiten
Onkologie
Lehre und Wissenschaft von den Geschwulstkrankheiten
palliativ
lindernd (z.B. Palliativoperation: lindernde Operation zur Beseitigung bestimmter Symptome ohne Beseitigung der Grundkrankheit)
parenterale Ernährung
Ernährung direkt in die Blutbahn, d.h. den Verdauungstrakt umgehend (z.B. über einen Tropf).
Pathologie
Lehre von den Krankheiten. Ein Pathologe ist ein Facharzt, der hauptsächlich mikroskopische Untersuchungen von Gewebsmaterial vornimmt, was für die Diagnosestellung von äußerster Wichtigkeit ist.
Pathological staging
differenzierte Diagnose durch Laparotomie
Plasma
Der flüssige, zellfreie Anteil des Blutes, der verschiedene Proteine enthält, die für die normale Funktion des Blutes wichtig sind.
Pneumonie
Lungenentzündung
Primärtherapie
Therapieschema zur Behandlung von Patienten bei Erstauftreten des Lymphoms
Prognose
Aussicht für den Krankheitsverlauf
Prophylaxe
Vorbeugung, Verhütung von Krankheiten
pulmonal
die Lunge betreffend
Radiologie
Strahlenkunde
Radiotherapie
Strahlentherapie, medizinische Bestrahlung
Remission
Die Abnahme oder das Verschwinden der Symptome der Krebserkrankung
Rezidiv
Das Wiederauftreten der Erkrankung nach einer beschwerde- und symptomfreien Zeit
Rezidivchemotherapie
spezielles Therapieschema zur Behandlung von Patienten mit "Rückfall" nach beendeter Therapie
Salvagetherapie
Rezidivtherapie
Sepsis
Durch Mikroorganismen (Bakterien, Viren, Pilz) verursachte, den ganzen Körper befallende Infektion
Sonographie
Ultraschalluntersuchung
Spermabanking
Lagerung von Sperma für eine spätere künstliche Befruchtung
Splenektomie
Operative Entfernung der Milz zu diagnostischen Zwecken
Systemerkrankung
Erkrankung eines ganzen, spezifischen Körpersystems -z.B. Immunsystem, Lymphatisches System
systemisch
Den ganzen Körper betreffend - im Gegensatz zu lokal, begrenzt
Therapie
Behandlung
Toxizität
Giftigkeit, Giftgehalt einer Substanz
Tumor
Geschwulst - sowohl gutartig (benigne) als auch bösartig (maligne)
venös
Die Venen betreffend (i.v. = intravenöse Injektion)
Zytologie
Lehre von den Zellen
Zytostatika
Zellgifte, die im wesentlichen in der Therapie bösartiger Erkrankungen eingesetzt werden. Das Wirkungsprinzip beruht auf unterschiedlicher Beeinflussung des Stoffwechsels von Zellen, deren Zellteilung dadurch verzögert bzw. verhindert wird.

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